| Die kombinierte Strom- und Nutzwärmeproduktion gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung der CO2-Emissionen. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Nutzwärme arbeiten solche Anlagen sehr effizient und mit hohen Wirkungsgraden. Sie sparen gegenüber der konventionellen, getrennten Erzeugung von Strom (in zentralen Kraftwerken) und Wärme (z. B. durch einen Heizkessel) bis zu 40 % Primärenergie ein. Gleichzeitig fällt deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) an.
Mini-KWK-Systeme werden in Objekten mit hohem ganzjährigem Wärmebedarf wie z. B. kleinen Gewerbebetrieben, Hotels, öffentlichen Einrichtungen oder größeren Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Seriengeräte sind schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Die Technik basiert auf Verbrennungsmotoren. Für die Wahl des Aufstellungsortes müssen allerdings das Gewicht und der Schalldruckpegel (bis zu 60 dBA) beachtet werden.
Mikro-KWK-Systeme decken hingegen das unterste Leistungssegment der Kraft-Wärme-Kopplung ab. Ihre elektrische Leistung liegt in der Regel um 1 kW, in jedem Fall jedoch unter 3 kW. Als „stromerzeugende Heizung“ sollen sie künftig herkömmliche Heizungsanlagen ersetzen, d. h. ohne zusätzlichen Heizkessel betrieben werden, da alle Bauteile in einem Gerät integriert sind. Diese Geräte sollen künftig hauptsächlich in Ein-/Zweifamilienhäusern im Bestand und kleinere Mehrfamilienhäuser zum Einsatz kommen. Zurzeit befinden sich erste Geräte in der Markteinführung.
|
 |